Wenn von Demenz gesprochen wird, meint man eine Krankheit die sowohl die kognitiven, emotionalen und sozialen Fähigkeiten stark einschränkt. Bei vielen verändern sich mit Fortschreiten der Krankheit das Kurzzeitgedächtnis, das Denkvermögen, die Sprache als auch die Motorik.
Die gute Nachricht ist, dass einige Formen von Demenz zwar nicht geheilt, aber dennoch gut behandelt werden können. Somit kann das Auftreten der Symptome entscheidend hinausgezögert werden. Die wohl bekanntesten Formen von Demenz sind Alzheimer und das Parkinson-Syndrom.
Was begünstigt Demenz?
Depressionen werden als ein Auslöser von Demenz immer wieder diskutiert. Die genauen Auslöser sind bisher nicht bekannt. Auch Niereninsuffizienz, Adipositas (Übergewicht), und Diabetes mellitus können eine Rolle in der Entstehung von Demenz sein. Sport, soziales Engagement und das Vermeiden von Tabakkonsum können positiv wirken.
Bei der Diagnose von Demenz, spielen die Angehörigen – vor Allem die Bezugsperson- eine große Rolle. Die Betroffenen bemerken die Gedächtnisverluste nicht oder können sie nicht richtig einordnen. Ein CT und ein MRT liefern erste Hinweise auf organische Ursachen der Symptome, aber auch ein großes Blutbild sollte angelegt werden.
Wie merkt man, dass man betroffen ist?
Die ersten Anzeichen einer Demenz, können mit einer beginnenden Depression verwechselt werden. Neben dem Verlust an Interessen und Reizbarkeit, stellt sich das Gefühl der Überforderung und eine Minderung der Eingeninitiative ein. Warnendes Anzeichen, sollte immer die Störung des Kurzzeitgedächtnisses sein.
Im Verlauf der Krankheit, werden weiter zurückliegende Erinnerungen vergessen. Aber auch Wortfindungsschwierigkeiten, Rechenstörungen und starke Müdigkeit können auftreten. Ist die Demenz weit fortgeschritten, erkennen die Patienten engste Familienangehörige nicht mehr wieder. Hier können Düfte und Gegenstände aus der Kindheit Erinnerungen zurückbringen.
Für Außenstehende gut erkennbar – die motorischen Störungen
Bei einer fortgeschrittenen Demenz kann es zu Kleinschrittigkeit und einem schlurfenden Gang kommen. Aber auch häufiges Hinfallen kann ein Zeichen von Demenz sein, denn die Haltereflexe werden immer weiter gestört. Aber auch Verhaltensstörungen machen es Verwandten einfach, zu erkennen das etwas nicht stimmt.
So fangen einige Patienten an, Sachen zu essen, die eigentlich nicht essbar sind. Auch Enthemmung und Apathie sind verlässliche Symptome. Halluzinationen treten vor Allem beim Parkinson-Syndrom auf. So kann es in der Dämmerung dazu kommen, dass Patienten mit Personen reden, die nicht vorhanden sind. Aber auch ein Zittern der Gliedmaßen ist ein typisches Symptom.
Halluzinationen sind häufig von Angst gezeichnet
Gerade beim Parkinson-Syndrom können die Halluzinationen bedrohliche Ausmaße annehmen. Neben Entführungen und anderen szenische Halluzinationen, erleben die Betroffenen auch weniger bedrohliche Szenarien. So sehen sie hartnäckige Staubfussel oder Fabelwesen.
Demenz ist nicht tödlich, allerdings begünstigt Demenz viele Krankheiten, die zum Tode führen. Eine frühe Diagnose kann Symptome hinauszögern.
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